Du liebst deine Probleme…

Mir ist klar: schon der Titel ist eine Provokation. Bitte, wer LIEBT denn Probleme?

Ist Dir mal aufgefallen, dass manche Menschen sogenannte Probleme nur so anzuziehen scheinen? Nichts scheint glatt zu laufen. Selbst bei den einfachsten Dingen läuft es nicht rund.

Im Laufe der Zeit fühlen wir uns vom Leben vernachlässigt und sogar übersehen. Wir vergleichen uns mit anderen, bei denen scheinbar alles toll läuft und fühlen uns furchtbar. Unser Lebensgefühl fängt an, sich in unser Gesicht zu graben.

Und vielleicht schockiert Dich das, aber dahinter steckt System. Wir haben einiges gelernt, und niemand hat uns bisher darauf aufmerksam gemacht:

“Alles hat immer die Bedeutung, die du ihm gibst.”

Ach, denkst Du, jetzt kommt wieder die Nummer mit dem halb vollen und dem halb leeren Glas… 
Nein. Darum geht es nicht. 

Wir haben- gesteuert durch die Gedanken unseres Egos- ein Bedürfnis, uns lebendig zu fühlen. Und dieses Bedürfnis befriedigen wir ganz unterschiedlich. Je nach Typus suchen wir z.B.

  • Herausforderungen- zum scheitern oder schaffen
  • Unruhe- für Stress oder als Befrieder
  • Chaos- zum drin versinken oder aufräumen
  • Aufgaben- zum gebraucht werden oder…
  • Partnerschaften- zum geliebt werden oder als Beweis, nicht wertvoll zu sein oder…
  • Haustiere, die wir umsorgen wollen

Wer bist Du dann? Wer bist Du ohne Deine Sorgen und Probleme? Würde sich noch jemand um Dich kümmern? Müsstest Du plötzlich voll belastbar sein? Mehr arbeiten? Dich mehr anstrengen? Wärst Du plötzlich einer von diesen eigentlich verhassten erfolgreichen, glücklichen Menschen? Willst Du “so einer” sein?

Du liebst Deine Probleme

Tatsache ist, dass den meisten Menschen nicht bewusst ist, dass ihre Sorgen und Probleme eine Funktion haben. Die Mediziner nennen soetwas “sekundären Krankheitsgewinn”.
Wir haben auch Vorteile, solange wir Probleme haben!
Wir fühlen uns lebendig und gesehen wenn wir uns in unseren Themen aalen und panieren. Wir pflegen diese Dinge schon so lange, dass wir schon nicht mehr wissen, wie es sich anfühlt, wenn wir KEINE Probleme hätten. Wären wir dann weg? Verpufft? Unsichtbar? Leer? Gruselige Vorstellung.

Vielleicht ist das der Grund, warum es manchmal so lange dauert, bis wir uns aus unguten Zuständen befreien können. Wir haben keine Ahnung, was stattdessen kommen könnte. Besser ein Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach, mag die Devise sein.

Du liebst Deine Probleme. Eine Provokation.
Aber es geht gar nicht darum, dass Du keine Sorgen oder Probleme haben “dürftest”. Es geht vor allem darum, dass Dir bewusst wird, wie Du mit Deinen Themen und Aufgaben umgehst (ich mag das Wort Problem überhaupt nicht). Es geht darum, dass Dir die Funktion und der Vorteil eines Themas (Problems) bewusst wird. Denn das ist der wichtigste Schritt, um innere Freiheit und Frieden zu finden.

In der täglichen Praxisarbeit übe ich mit nahezu jedem Klienten, den Zustand von “nicht mehr leiden, wegen dem, was ist” zu erlangen. Dazu gibt es über die Hypnose, das Matrixcoaching oder das Erlernen von Selbsthypnose und Meditation verschiedene Wege. Wir suchen immer das für Dich passende “Werkzeug” und dann wirst Du vielleicht schon bald staunend beobachten können, wie leicht es Dir fällt, Dich vom Problemdenken zu lösen und und Deine Themen als Aufgaben zu betrachten, ohne Dich leer oder übersehen zu fühlen.

Und vielleicht ist es das: Du liebst nicht mehr die Probleme sondern das Erledigen von Aufgaben.

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